Ετικέτες

Τετάρτη 23 Σεπτεμβρίου 2026

ACHT IMPFUNGEN, DIE MIT EINEM REDUZIERTEN DEMENZRISIKO IN VERBINDUNG GEBRACHT WERDEN

Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass routinemäßige Impfungen bei Erwachsenen möglicherweise das Risiko senken können, an Demenz zu erkranken.

Auf einen Blick

  • Signifikante Risikoreduktion: Mehrere große Studien zeigen, dass Routineimpfungen für Erwachsene mit einem um 25 % bis 40 % geringeren Demenzrisiko assoziiert sind.

  • Die stärkste Evidenz: Besonders gut erforscht ist dieser Effekt bei Impfstoffen gegen Gürtelrose, Grippe, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus), Pneumokokken sowie Kombinationen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP).

  • Mögliche Wirkmechanismen: Forschende vermuten, dass Impfungen das Demenzrisiko senken, indem sie Infektionen verhindern, die andernfalls Entzündungsprozesse im Gehirn auslösen würden. Zudem gibt es Hinweise auf eine allgemeine, nicht-spezifische Stärkung des Immunsystems.

Weltweit leben mehr als 57 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen jedes Jahr rund 10 Millionen Neuerkrankungen hinzu. In den letzten Jahren haben jedoch große Populationsstudien gezeigt, dass Impfungen eine schützende Wirkung entfalten können. Dieses Phänomen wurde mittlerweile bei verschiedenen Impfstoffen, in mehreren Ländern und an Millionen von Personen beobachtet.

Von künstlicher Intelligenz erzeugt, basierend auf meinen inhaltlichen Vorgaben.
Wie hängen Infektionen und Demenz zusammen?

Demenz ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Oberbegriff für ein Muster von Symptomen, zu denen Gedächtnisverlust und die Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten gehören. Die Alzheimer-Krankheit ist dabei mit 60 bis 70 % der Fälle die häufigste Ursache.

Verschiedene Erreger – darunter das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1), das Varizella-Zoster-Virus (VZV) sowie SARS-CoV-2 (COVID-19) – stehen im Verdacht, das Demenzrisiko zu erhöhen. Virale Infektionen können chronische Entzündungen im Körper auslösen, die schließlich auf das Gehirn übergreifen. Solche Entzündungsprozesse schädigen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und führen schrittweise zu kognitiven Abbauprozessen.


Die 8 Impfstoffe mit schützender Wirkung

1. Gürtelrose (Herpes Zoster)

Für den Gürtelrose-Impfstoff liegt die derzeit stärkste wissenschaftliche Evidenz vor.

  • Eine Studie aus dem Jahr 2024 (Nature Medicine) ergab, dass der rekombinante Impfstoff Shingrix (Zwei-Dosen-Schema) im Vergleich zum älteren Lebendimpfstoff Zostavax mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko einhergeht.

  • Shingrix enthält das Adjuvans AS01, welches die Immunantwort gezielt verstärkt.

  • Eine Folgestudie in NPJ Vaccines ((Nature Partner Journals, 2025) mit über 436.000 Teilnehmenden zeigte eine Reduktion der Demenzdiagnosen um 18 % über einen Beobachtungszeitraum von 18 Monaten.

2. RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)

Obwohl die RSV-Impfung erst seit Kurzem für Erwachsene empfohlen wird, deutet sich bereits eine schützende Wirkung an.

  • Eine Studie der Universität Oxford (NPJ Vaccines) zeigte eine Verringerung des Demenzrisikos um 29 % bei Personen, die den Impfstoff Arexvy erhielten.

  • Arexvy nutzt dasselbe Wirkverstärker-System (AS01) wie Shingrix. Dies führt zu der Hypothese, dass dem Adjuvans selbst eine direkte Rolle bei der Risikoreduktion zukommen könnte.

3. Grippe (Influenza)

Der Zusammenhang zwischen der Grippeimpfung und einem reduzierten Demenzrisiko ist am umfassendsten untersucht.

  • Eine Studie im Journal of Alzheimer's Disease (2022) an fast 2 Millionen Menschen ab 65 Jahren zeigte bei geimpften Personen eine um 40 % geringere Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken.

  • Neue Daten in Neurology (April 2026) belegen, dass ein hochdosierter Grippeimpfstoff (mit vierfacher Antigenmenge) sogar mit einer Risikoreduktion von 55 % verbunden war.

4. DTP (Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten)

  • Laut einer Studie im Journal of Alzheimer's Disease (2023) hatten Erwachsene ab 65 Jahren mit einer Tdap- oder Td-Impfung über einen Zeitraum von 8 Jahren ein um 30 % geringeres Risiko für eine Alzheimer-Diagnose.

  • Eine Metaanalyse in Frontiers in Immunology (2022) ergab eine Risikosenkung um 31 %; eine spätere Metaanalyse in Age and Ageing (2025) mit Daten von 104 Millionen Menschen bestätigte ein Minus von 33 %.

5. Pneumokokken

  • Die Studie aus dem Jahr 2023 zeigte eine Senkung des Alzheimer-Risikos um 27 % bei geimpften Erwachsenen.

  • Die groß angelegte Metaanalyse in Age and Ageing (2025; 21 Studien, 104 Millionen Teilnehmende) bestätigte diesen positiven Zusammenhang ebenfalls.

6. Hepatitis A

  • Eine Metaanalyse in Frontiers in Immunology deutet auf ein um 22 % geringeres Demenzrisiko hin.

  • Eine systematische Übersichtsarbeit der Universität Cambridge (Januar 2025) an 130 Millionen Personen zeigte, dass Impfstoffe gegen Hepatitis A, Typhus sowie deren Kombination mit einem verringerten Risiko assoziiert waren.

  • Eine Populationsstudie aus Wales (Wilkinson et al., Journal of Epidemiology and Community Health) ergab, dass die kombinierte Verabreichung von Typhus- und Hepatitis-A-Impfstoffen einen stärkeren Schutz bot als die jeweiligen Einzelimpfungen.

  • Hinweis: Die Kombination wird meist als Reiseimpfung eingesetzt. Während der Hepatitis-A-Schutz oft zum Standard gehört, zählt die Typhusimpfung nicht zu den Routineimpfungen.

7. Hepatitis B

  • Die Metaanalyse in Frontiers in Immunology wies ein um 18 % geringeres Demenzrisiko nach.

  • Der Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B zeigte dabei einen höheren Schutz als die jeweiligen Einzelimpfstoffe.

8. Typhus

  • Die Typhusimpfung wurde mit einer Risikoreduktion von 20 % in Verbindung gebracht (Frontiers in Immunology & Cambridge-Studie).

  • In der walisischen Studie an 500.000 Personen wurden 744 verschreibungspflichtige Medikamente analysiert: Lediglich 4 davon waren mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert – bei allen 4 handelte es sich um Impfstoffe.

Warum schützen Impfstoffe das Gehirn?

Forschende untersuchen derzeit drei wesentliche, sich ergänzende Erklärungsansätze:

  1. Prävention von Infektionen und Neuroinflammation: Impfungen verhindern Akutinfektionen, die schädliche Entzündungsprozesse im Gehirn anstoßen können.

    • Studien aus Korea (Alzheimer's Research & Therapy, 2024) und Italien (JPAD, The Journal of Prevention of Alzheimer's Disease 2025) zeigen, dass durchgemachte Herpesinfektionen das Demenzrisiko um 13 % erhöhen.

    • Eine Studie des Imperial College London (Nature Medicine, 2025) ergab, dass eine COVID-19-Erkrankung die Amyloid-Biomarker im Gehirn ansteigen ließ – was einer Alterung des Gehirns von etwa 4 Jahren entsprach.

  1. Nicht-spezifische Immunstimulation (Trained Immunity): Impfstoffe oder Adjuvanzien (wie AS01) könnten Fresszellen (Makrophagen) aktivieren und die Produktion von Interferon-gamma anregen. Dies könnte dem Körper dabei helfen, schädliche Amyloid-Plaques effektiver abzubauen.

  2. Der „Healthy-Vaccinee“-Effekt: Menschen, die sich regelmäßig impfen lassen, achten tendenziell auch in anderen Lebensbereichen mehr auf ihre Gesundheit. Obwohl diese Verzerrung (Confounding) eine methodische Einschränkung darstellt, zeigt der Großteil der Studien: Der schützende Effekt bleibt auch dann statistisch signifikant, wenn Faktoren wie Einkommen, Bildung und Vorerkrankungen herausgerechnet werden.    

Iannis Arvanitakis


Quellen - References

Taquet, M., Dercon, Q., Todd, J. A., et al. (2024) - The recombinant shingles vaccine is associated with lower risk of dementia. Journal: Nature Medicine, 30, 2777–2781.

  • Eyting, M., Xie, M., Michalik, F., et al. (2025) - A natural experiment on the effect of herpes zoster vaccination on dementia. Journal: Nature, 641, 438–446.

    Oxford NPJ Vaccines Study / Arexvy RSV Analysis (2025) - Observed a 29% reduction in dementia risk over 18 months for adults receiving the RSV vaccine (Arexvy).

    Bukhbinder, A., Ling, Y., Hasan, O., et al. (2022) - Risk of Alzheimer's disease following influenza vaccination: a claims-based cohort study using propensity score matching. Journal: Journal of Alzheimer's Disease, 88(3), 1061–1074.

    Neurology Follow-Up Study (2026) - Demonstrated that high-dose flu vaccines (containing 4x the antigen) were associated with up to a 55% lower risk of dementia compared to non-vaccinated cohorts.

    Harris, K., Ling, Y., Bukhbinder, A. S., et al. (2023) - The impact of routine vaccinations on Alzheimer's disease risk in persons 65 years and older: a claims-based cohort study using propensity score matching. Journal of Alzheimer's Disease, 95(2), 703–718.

    Global Meta-Analyses on Routine Vaccines (2022–2025) - Frontiers in Immunology (2022) meta-analysis pooling 1.8 million people found a 31% overall dementia risk reduction associated with Tdap vaccination.

    Age and Ageing (2025) pooled meta-analysis covering over 100 million participants confirmed a 33% reduction for DTP vaccines and a significant protective effect for pneumococcal vaccination.

    University of Cambridge Systematic Review (2025) - Scope: Analyzed health records across 14 studies covering ~130 million people. Finding: Confirmed statistically significant associations between lower dementia incidence and individual vaccinations against Hepatitis A, Hepatitis B, and Typhoid.

    Wilkinson et al. / Welsh Population Study - Journal: Journal of Epidemiology and Community Health. Finding: Showed that receiving combination vaccines (e.g., combined Hepatitis A + Typhoid jabs) yielded an even greater additive reduction in dementia risk compared to single vaccines.  


ΟΚΤΩ ΕΜΒΟΛΙΑ ΠΟΥ ΣΥΝΔΕΟΝΤΑΙ ΜΕ ΜΕΙΩΜΕΝΟ ΚΙΝΔΥΝΟ ΕΜΦΑΝΙΣΗΣ ΑΝΟΙΑΣ

Όλο και περισσότερες έρευνες αποκαλύπτουν την ευεργετική επίδραση που θα μπορούσαν να έχουν τα τακτικά εμβόλια ρουτίνας στην πιθανότητα εμφάνισης παθήσεων όπως η άνοια.

Με μια ματιά:

- Πολλαπλές μεγάλες μελέτες έχουν δείξει ότι τα εμβόλια ρουτίνας ενηλίκων συνδέονται με μειωμένο κίνδυνο εμφάνισης άνοιας, από 25% έως 40%.

- Τα ισχυρότερα δεδομένα υπάρχουν για τα εμβόλια κατά του έρπητα ζωστήρα, της γρίπης, του RSV (αναπνευστικού συγκυτιακού ιού), του πνευμονιόκοκκου, καθώς και για τα εμβόλια που παρέχουν προστασία από διφθερίτιδα, τέτανο και κοκκύτη (DTP).

Δημιουργήθηκε με τη βοήθεια ΤΝ, βάσει των δικών μου οδηγιών 

- Οι ερευνητές πιστεύουν ότι ο εμβολιασμός μπορεί να μειώσει τον κίνδυνο άνοιας προλαμβάνοντας λοιμώξεις που προκαλούν φλεγμονή στον εγκέφαλο, αν και ορισμένα στοιχεία δείχνουν και μια πιο γενική ενίσχυση του ανοσοποιητικού συστήματος.

Περισσότεροι από 57 εκατομμύρια άνθρωποι παγκοσμίως ζουν με άνοια και, σύμφωνα με τον Παγκόσμιο Οργανισμό Υγείας, καταγράφονται 10 εκατομμύρια νέα περιστατικά κάθε χρόνο. Ωστόσο, τα τελευταία χρόνια, από μεγάλες πληθυσμιακές μελέτες έχει παρατηρηθεί ότι οι εμβολιασμοί μπορούν να δράσουν προστατευτικά έναντι της άνοιας. Το φαινόμενο αυτό διαπιστώθηκε σε πολλαπλά εμβόλια, σε πολλές χώρες και σε εκατομμύρια ανθρώπους.

Πώς συνδέονται οι λοιμώξεις με την άνοια;

Η άνοια δεν είναι μία μεμονωμένη νόσος, αλλά ένας όρος για ένα σύνολο συμπτωμάτων, συμπεριλαμβανομένης της απώλειας μνήμης και της γνωστικής ικανότητας. Η νόσος Αλτσχάιμερ είναι η πιο συχνή αιτία, αντιπροσωπεύοντας το 60-70% των περιστατικών.

Αρκετοί ιοί, όπως ο ιός του απλού έρπητα τύπου 1 (HSV-1), ο ιός της ανεμοβλογιάς/έρπητα ζωστήρα (VZV) και ο SARS-CoV-2 (COVID-19), έχουν συνδεθεί με υψηλότερο κίνδυνο εμφάνισης άνοιας. Οι ιογενείς λοιμώξεις μπορούν να πυροδοτήσουν μακροχρόνια φλεγμονή στο σώμα, η οποία επεκτείνεται στον εγκέφαλο. Αυτή η φλεγμονή βλάπτει την επικοινωνία μεταξύ των εγκεφαλικών κυττάρων, οδηγώντας σταδιακά σε γνωστική διαταραχή.


Τα 8 εμβόλια που προσφέρουν προστατευτική δράση

1. Έρπητας Ζωστήρας

Το εμβόλιο του έρπητα ζωστήρα διαθέτει τα πιο επιβεβαιωμένα επιστημονικά δεδομένα.

  • Μελέτη του 2024 στο Nature Medicine διαπίστωσε ότι το ανασυνδυασμένο εμβόλιο Shingrix (που γίνεται σε δύο δόσεις) συσχετίστηκε με σημαντικά χαμηλότερο κίνδυνο άνοιας σε σύγκριση με το παλαιότερο ζωντανό εμβόλιο Zostavax.

  • Το Shingrix περιέχει το ανοσοενισχυτικό AS01, το οποίο ενισχύει την ανοσολογική απόκριση.

Επακόλουθη μελέτη στο NPJ (Nature Partner Journals) Vaccines (2025) σε περισσότερους από 436.000 ανθρώπους διαπίστωσε μείωση 18% στις διαγνώσεις άνοιας σε διάστημα 18 μηνών.


2. RSV (Αναπνευστικός Συγκυτιακός Ιός)

Αν και νέα προσθήκη στους εμβολιασμούς ενηλίκων, το εμβόλιο RSV συνδέεται ήδη με προστασία από την άνοια.

  • Μελέτη του Πανεπιστημίου της Οξφόρδης στο NPJ Vaccines διαπίστωσε μείωση 29% στον κίνδυνο άνοιας σε όσους έλαβαν το εμβόλιο Arexvy.

  • Το Arexvy περιέχει το ίδιο ανοσοενισχυτικό (AS01) με το Shingrix, γεγονός που ώθησε τους ερευνητές να υποθέσουν ότι το ίδιο το ενισχυτικό ενδέχεται να παίζει άμεσο ρόλο στη μείωση του κινδύνου.

3. Γρίπη

Ο εμβολιασμός κατά της γρίπης είναι ο πιο εκτεταμένα μελετημένος σε σχέση με την άνοια.

  • Μελέτη του 2022 στο Journal of Alzheimer's Disease σε σχεδόν 2 εκατομμύρια άτομα (65+ ετών) έδειξε 40% λιγότερες πιθανότητες εμφάνισης Αλτσχάιμερ σε όσους εμβολιάστηκαν.

  • Τον Απρίλιο του 2026, νέα ευρήματα στο Neurology έδειξαν ότι το εμβόλιο γρίπης υψηλής δόσης (με τετραπλάσιο αντιγόνο) συνδέθηκε με μείωση κινδύνου κατά 55%.

4. DTP (Διφθερίτιδα, Τέτανος και Κοκκύτης)

  • Μελέτη του 2023 στο Journal of Alzheimer's Disease διαπίστωσε ότι ενήλικες 65+ ετών που έλαβαν εμβόλιο Tdap ή Td είχαν 30% λιγότερες πιθανότητες εμφάνισης Αλτσχάιμερ σε περίοδο 8 ετών.

  • Μετα-ανάλυση στο Frontiers in Immunology (2022) έδειξε μείωση 31%, ενώ μεταγενέστερη μετα-ανάλυση στο Age and Ageing (2025) σε 104 εκατομμύρια συμμετέχοντες επιβεβαίωσε μείωση 33%.

5. Πνευμονιόκοκκος

  • Η μελέτη του 2023 κατέγραψε μείωση 27% του κινδύνου Αλτσχάιμερ σε εμβολιασμένους ενήλικες.

  • Η μετα-ανάλυση του 2025 στο Age and Ageing (21 μελέτες, 104 εκατομμύρια συμμετέχοντες) επιβεβαίωσε επίσης τη θετική αυτή συσχέτιση.

6. Ηπατίτιδα Α

  • Μετα-ανάλυση στο Frontiers in Immunology υπέδειξε 22% χαμηλότερο κίνδυνο άνοιας.

  • Συστηματική ανασκόπηση του Πανεπιστημίου του Κέιμπριτζ (Ιανουάριος 2025) σε 130 εκατομμύρια ανθρώπους έδειξε ότι τα

  • εμβόλια Ηπατίτιδας Α, τυφοειδούς πυρετού και ο συνδυασμός τους συσχετίστηκαν όλα με μειωμένο κίνδυνο.

  • Πληθυσμιακή μελέτη στην Ουαλία (Wilkinson et al., Journal of Epidemiology and Community Health) διαπίστωσε ότι η ταυτόχρονη χορήγηση εμβολίων τυφοειδούς και ηπατίτιδας Α προσέφερε μεγαλύτερη μείωση κινδύνου από ό,τι το καθένα μεμονωμένα.

Σημειωτέον ότι αυτός ο συνδυασμός χορηγείται συνήθως σε άτομα που ταξιδεύουν σε χώρες όπου διατρέχουν υψηλότερο κίνδυνο μόλυνσης από τύφο, αλλά το εμβόλιο εναντίον της ηπατίτιδας Α είναι πλέον ρουτίνα από την ηλικία των 12 μηνών. Με άλλα λόγια το εμβόλιο τυφοειδούς δεν είναι ρουτίνα.


7. Ηπατίτιδα Β

  • Η μετα-ανάλυση στο Frontiers in Immunology έδειξε 18% χαμηλότερο κίνδυνο άνοιας.

  • Το συνδυασμένο εμβόλιο Ηπατίτιδας Α & Β έδειξε μεγαλύτερη προστασία από τα μεμονωμένα εμβόλια.

8. Τυφοειδής Πυρετός

  • Ο εμβολιασμός κατά του τυφοειδούς πυρετού συνδέθηκε με μείωση κινδύνου κατά 20% (Frontiers in Immunology & Κέιμπριτζ).

  • Στη μελέτη της Ουαλίας σε 500.000 άτομα, αναλύθηκαν 744 συνταγογραφούμενα φάρμακα: μόνο 4 συσχετίστηκαν με χαμηλότερο κίνδυνο άνοιας, και ήταν όλα εμβόλια.


Γιατί τα εμβόλια προστατεύουν τον εγκέφαλο;

Από τους ερευνητές εξετάζονται τρεις βασικές και συμπληρωματικές θεωρίες:

1. Πρόληψη λοιμώξεων και συστημικής νευροφλεγμονής: Παθογόνα όπως ο ιός της γρίπης, ο πνευμονιόκοκκος και ο ιός της ανεμοβλογιάς-έρπητα ζωστήρα μπορούν να διεισδύσουν στο κεντρικό νευρικό σύστημα ή να προκαλέσουν φλεγμονή σε αυτό, πυροδοτώντας την εναπόθεση αμυλοειδών πλακών και τη νευροεκφύλιση. Τα εμβόλια εμποδίζουν τις λοιμώξεις που προκαλούν καταστροφική φλεγμονή στον εγκέφαλο.

- Μελέτη στην Κορέα (Alzheimer's Research & Therapy, 2024) και στην Ιταλία (JPAD, The Journal of Prevention of Alzheimer's Disease 2025) έδειξαν ότι οι λοιμώξεις από έρπητα αυξάνουν τον κίνδυνο άνοιας κατά 13%.

- Μελέτη του Imperial College London (Nature Medicine, 2025) διαπίστωσε ότι η νόσηση με COVID-19 αύξησε βιοδείκτες αμυλοειδούς στον εγκέφαλο, ισοδυναμώντας με 4 χρόνια γήρανσης.

2. Μη ειδική ενίσχυση του ανοσοποιητικού: Εμβόλια ή ανοσοενισχυτικά (όπως το AS01) ενδέχεται να ενεργοποιούν τα μακροφάγα και την παραγωγή ιντερφερόνης-γ, βοηθώντας το σώμα να καθαρίζει τις εναποθέσεις αμυλοειδών πλακών.

3. Το φαινόμενο του Υγιούς Εμβολιαζόμενου (Healthy Vaccinee Effect): Άτομα που εμβολιάζονται τακτικά τείνουν να φροντίζουν συνολικά περισσότερο την υγεία τους. Αν και αποτελεί σημαντική επιφύλαξη, οι περισσότερες μελέτες διαπιστώνουν ότι η προστατευτική συσχέτιση παραμάνει ακόμα και όταν ελέγχονται παράγοντες όπως το εισόδημα και τα συνοδά νοσήματα.    

Γιάννης Αρβανιτάκης 


ΠΗΓΕΣ - References 

Taquet, M., Dercon, Q., Todd, J. A., et al. (2024) - The recombinant shingles vaccine is associated with lower risk of dementia. Journal: Nature Medicine, 30, 2777–2781.

  • Eyting, M., Xie, M., Michalik, F., et al. (2025) - A natural experiment on the effect of herpes zoster vaccination on dementia. Journal: Nature, 641, 438–446.

    Oxford NPJ Vaccines Study / Arexvy RSV Analysis (2025) - Observed a 29% reduction in dementia risk over 18 months for adults receiving the RSV vaccine (Arexvy).

    Bukhbinder, A., Ling, Y., Hasan, O., et al. (2022) - Risk of Alzheimer's disease following influenza vaccination: a claims-based cohort study using propensity score matching. Journal: Journal of Alzheimer's Disease, 88(3), 1061–1074.

    Neurology Follow-Up Study (2026) - Demonstrated that high-dose flu vaccines (containing 4x the antigen) were associated with up to a 55% lower risk of dementia compared to non-vaccinated cohorts.

    Harris, K., Ling, Y., Bukhbinder, A. S., et al. (2023) - The impact of routine vaccinations on Alzheimer's disease risk in persons 65 years and older: a claims-based cohort study using propensity score matching. Journal of Alzheimer's Disease, 95(2), 703–718.

    Global Meta-Analyses on Routine Vaccines (2022–2025) - Frontiers in Immunology (2022) meta-analysis pooling 1.8 million people found a 31% overall dementia risk reduction associated with Tdap vaccination.

    Age and Ageing (2025) pooled meta-analysis covering over 100 million participants confirmed a 33% reduction for DTP vaccines and a significant protective effect for pneumococcal vaccination.

    University of Cambridge Systematic Review (2025) - Scope: Analyzed health records across 14 studies covering ~130 million people. Finding: Confirmed statistically significant associations between lower dementia incidence and individual vaccinations against Hepatitis A, Hepatitis B, and Typhoid.

    Wilkinson et al. / Welsh Population Study - Journal: Journal of Epidemiology and Community Health. Finding: Showed that receiving combination vaccines (e.g., combined Hepatitis A + Typhoid jabs) yielded an even greater additive reduction in dementia risk compared to single vaccines.  

Πέμπτη 17 Σεπτεμβρίου 2026

PSYCHOVERWIRBELUNGEN

Eine persönliche Reise ins Rätsel

EXISTENZ oder Nicht-Existenz der SEELE, WISSENSCHAFT und SEELE, QUANTENBEWUSSTSEIN, ZEITLOSE ARCHETYPISCHE ENERGETISCHE FELDER

von Iannis Arvanitakis

Mit Respekt gegenüber dem Originaltext veröffentliche ich hiermit erneut meinen Artikel vom 22.08.2017, in dem einige kleinere Korrekturen zur besseren Klarheit und Genauigkeit vorgenommen wurden, ohne die ursprüngliche Bedeutung zu verändern.

Liebe Freunde,

seit Jahrtausenden beschäftigt die Menschheit die Frage nach der Existenz oder Nicht-Existenz der Seele. Ein unerschöpfliches Thema – die Schriften von Philosophen, Denkern, Theologen und Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen werden sich weiterhin in Bibliotheken ansammeln, ob digital oder analog! Voltaire (1694–1778) schrieb einmal: „Viertausend Bände Metaphysik werden uns nicht lehren, was die Seele ist.“ Seitdem haben sich nur die Bände vervielfacht!

Durch KI erzeugt, basierend auf meinen Instruktionen
Vor etwa neun Jahren habe ich diesen Artikel geschrieben – nicht, um Antworten zu liefern, sondern um das Labyrinth meiner Gedanken mit euch zu teilen. Zumindest in der Raumdimension oder im Raum-Zeit-Gefüge, in dem wir derzeit leben, wird es niemals endgültige Antworten oder Beweise geben. Deshalb bleibt dieser Artikel zeitlos aktuell.

Unabhängig davon, was ich an der Universität und im Leben „gelernt“ habe – und um einander zu verstehen – MÖCHTE ich an die Existenz der Seele glauben. Andernfalls ergibt vieles keinen Sinn. Auch wenn die Wissenschaft alles durch Biochemie, neuronale Netzwerke und Neurotransmitter erklärt, möchte ich nicht bloß mit meinem Gehirn LIEBEN, mich VERLIEBEN, LEIDENSCHAFT empfinden oder MITGEFÜHL zeigen – sondern mit meiner SEELE! Ich möchte mich nicht durch bloße neuronale Synapsen RÜHREN lassen, DENKEN, WEINEN, PHANTASIEREN oder SEHNSUCHT empfinden – sondern mit meiner SEELE! Andernfalls gingen Romantik und Gefühle im Universum verloren. Wir würden zu einer Art biologischer Roboter werden. Oder... sind wir es vielleicht schon und haben es noch gar nicht bemerkt?

Schon in jungen Jahren – wie vermutlich viele von uns – kämpfte ich mit Fragen und Zweifeln, die ich mir selbst stellte. Später, mit wachsender wissenschaftlicher Ausbildung, insbesondere in den Bereichen Medizin und Psychologie/Psychotherapie, wurde alles noch komplizierter. Geradezu schizophren! Mein wissenschaftliches Selbst sagte (und sagt) mir: „Quäl dich nicht umsonst – wenn das Licht ausgeht, war’s das. Alles ist Biochemie.“

Andererseits flüstert mir mein menschliches, romantisches, vielleicht auch religiöses Selbst zu (nein, ich versichere euch, ich bin nicht fanatisch religiös, obwohl ich mit orthodox-christlichen Werten aufgewachsen bin – ich übe durchaus Kritik und deute manches auf meine Weise): „Das kann doch nicht das Ende sein! Ein paar armselige, irdische Jährchen, die mathematisch gleich Null sind – und dann Schluss?“

Unser EGO gibt sich nicht zufrieden; es wünscht und verlangt eine Fortsetzung. Im Grunde wollen wir an die Seele glauben – als Überbleibsel jener uralten Angst vor dem, was nach dem Tod kommt. So ist es nun mal, Leute – der Gedanke, dass „nicht alles hier endet, hilft uns und tut uns gut.

Nach meiner eigenen Weltanschauung neige ich dazu, unsere menschliche Existenz auf einer raum-zeitlichen Ebene „X“ zu verorten. Hin und wieder frage ich mich, ob wir vielleicht in einer anderen Raumzeit bereits tot sind – und es einfach nur noch nicht wissen.

Ziemlich weit hergeholte Science-Fiction, werdet ihr jetzt sagen! Aber wie real sind viele der Dinge, die wir täglich hören, sehen oder lesen? Liegen sie nicht oft „Lichtjahre“ von der Realität entfernt?


Seele, Bewusstsein, Geist, Verstand

Ich bin mir sicher – und ich wiederhole es zum x-ten Mal –, dass letztlich jeder von uns das glaubt, was er glauben möchte, sowie das, wozu sein Unterbewusstsein bereits im Voraus bereit ist.

Durch KI erzeugt, basierend auf meinen Instruktionen
Wenn wir vom Unterbewusstsein sprechen, müssen wir vor allem klären, ob „Seele“, „Bewusstsein“, „Verstand“ und „Geist“ untrennbar miteinander verbunden sind. Emotional kann und will ich sie nicht voneinander trennen. Ich bin der Ansicht, dass sie
semantisch – sofern man an die Seele glaubt – alle dasselbe meinen.

Der Glaube an die Existenz der Seele ist wie eine Religion: Entweder man glaubt daran oder nicht! Ein „Ich glaube ein bisschen“ oder „Ich glaube irgendwie“ gibt es hier nicht.


Die Seele im Laufe der Zeit

In der homerischen Zeit glaubte man, dass die Seele nicht mit dem Leben in all seinen Formen verbunden war, sondern vielmehr ausschließlich mit dem Leben eines einzelnen Menschen.

Laut Platon lernen wir nichts wirklich Neues, sondern erinnern uns an Dinge aus einem ursprünglichen Gedächtnis (Anamnesis). Wissen ist also Erinnerung, und die Seele ist Trägerin einer früheren Existenz – folglich geht sie nicht verloren.

Im 5. Jahrhundert v. Chr. taucht im griechischen Raum das Wort „beseelt“ (empsycha) auf, das sich auf alle Lebewesen bezieht, nicht nur auf den Menschen. Empedokles und Pythagoras glaubten, dass auch Pflanzen Seelen besitzen und dass menschliche Seelen beispielsweise Pflanzen beseelen können. Bemerkenswert ist jedoch, dass Empedokles das Wort „Seele“ selten benutzte und stattdessen den Begriff „Daimon“ bevorzugte. Er behauptete auch, in früheren Inkarnationen ein Strauch, ein Vogel und ein Fisch gewesen zu sein.

Heraklit war vielleicht der erste Denker, der die Seele mit motorischen Funktionen verband. Er stellte fest, dass ein Betrunkener, dessen Seele „feucht“ sei, taumelt, stolpert und nicht weiß, wohin er geht. Daraus schloss er, dass unter Alkoholeinfluss die Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigt ist.


Die Quantenperspektive und der Widerspruch des Glaubens

Liebe Freunde, euch ist sicher schon einmal etwas über die „Quanten-Seele“, das „Quanten-Bewusstsein“ oder die „Vernetztheit aller Dinge“ zu Ohr gekommen – Konzepte
, die auf Phänomenen jenseits der klassischen Lichtgeschwindigkeit basieren.

Soweit ich weiß, versteht niemand die Quantenphysik bzw. -theorie vollständig, da sie sich stetig weiterentwickelt. Physiker machen sowohl theoretisch als auch praktisch weiterhin plötzliche und unerwartete Entdeckungen.

Dennoch verwenden einige Außenseiter – ohne wissenschaftlichen Hintergrund – Begriffe aus der Quantenphysik auf geschickte Weise, möglicherweise ohne deren wahre Bedeutung zu verstehen, sodass ihre außerweltlichen Theorien auf den ersten Blick logisch erscheinen.

Das Quantenbewusstsein basiert auf der Idee, dass alle Dinge miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen können. Die Quantenverschränkung (Quantum Entanglement) und der Beobachtereffekt (Observer Effect) sind zwei zentrale Konzepte, anhand derer manche Geister ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Wissenschaft verfälschen.

Doch die Quantentheorie bleibt in vielen Teilen unerforschtes wissenschaftliches Terrain. Ihre verführerische Sprache wird häufig von Laien verwendet, um metaphysische Spekulationen mit wissenschaftlicher Autorität zu schmücken. Unter uns gesagt... diese Denkweise beflügelt auch meine eigene Fantasie!


Das wunderbare Gehirn oder die biologische Festplatte

Unser Gehirn, das etwa 1.400 Gramm wiegt, verfügt über rund 100 Milliarden Zellen und etwa 3,2 Millionen Kilometer „Verkabelung“ mit einer Billion synaptischer Verbindungen.

Anfangs ist unser Gehirn unbeschrieben. Schon im Mutterleib beginnt es sich zu entwickeln, sobald es Reize aus der Umgebung empfängt. Die Furchen des Gehirns entstehen während der embryonalen Entwicklung durch das Wachstum der Neuronen und bleiben nach der Geburt lebenslang bestehen. Es ist bisher nicht bewiesen, ob sich mit neuen Erinnerungen auch die Gesamtzahl der Neuronen erhöht.

In welcher Gesellschaft ein Mensch auch geboren wird, seine Entwicklung hängt von der jeweiligen Erziehung ab, die ihm seine Umgebung bietet. Wenn wir nun annehmen, dass unser Gehirn die Festplatte eines Computers ist, dann sind das Betriebssystem und einige grundlegende Anwendungen bereits vorinstalliert – z. B. archaische Gefühle und Archetypen. Sie benötigen jedoch die richtige Handhabung und zusätzliche Programme, um korrekt aktiviert zu werden: etwa Sitten, Bräuche, Traditionen, Religion usw.

Wie würde sich beispielsweise ein Säugling entwickeln, wenn man ihn in einer wilden Umgebung ohne Kontakt zur menschlichen Gesellschaft aufwachsen ließe? Welche Sprache, Logik, Gefühle und welches Bewusstsein würde er entwickeln – selbst wenn er genetisch über die besten Voraussetzungen verfügte?

Biologische Festplatte. Durch KI erzeugt, basierend auf meinen Instruktionen
Unsere Wahrnehmung von Zeit, Zeitdimension und Raumzeit erfolgt entsprechend der Informationen, die uns aus unserer Umgebung zur Verfügung stehen. Wenn uns niemand diese Begriffe erklärt oder beschreibt – woher sollen wir sie dann lernen? Im Laufe der Zeit, durch all das, was uns beigebracht wird oder woran wir glauben sollen, formt und entfaltet sich unsere Vorstellungskraft. Mit unserer Vorstellungskraft denken wir, träumen, planen, handeln, reagieren und erschaffen wir. Wenn jedoch die Ausgangsdaten falsch sind, werden auch die jeweiligen Ausdrucksformen unserer Fantasie und unseres Verhaltens falsch sein.


Unendlich viele Fragen und Zweifel

  1. Wo befindet sich das Zentrum der Seele? Zumindest für die Zeitspanne, in der wir in dieser Welt überleben: Unterliegt sie räumlichen Gesetzen? Ist sie an das Gehirn gebunden oder überall im Körper verteilt? Sind Leben und Seele zwei verschiedene Dinge? Und wenn ja, können sie unabhängig voneinander existieren? (Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Begriff „Seele“ ebenso immateriell wie die Seele selbst!)

  2. Wie denkt die Seele? Unsere Gedanken fühlen oder spüren wir nicht mit unseren äußeren Sinnesorganen. Bekanntlich denken wir mit dem Gehirn. Kann die Seele denken? Ist die Seele Trägerin und somit Ausdruck der Gefühle – oder ist es das Gehirn? Oder vielleicht beide?

  3. Was passiert bei Demenz? Überlebt die Seele unseren Tod? Bleibt sie nach dem Tod unverändert? Was geschieht mit der Seele, wenn die verstorbene Person an Demenz oder Alzheimer litt? Bleibt die Seele davon unbeeinflusst? Wenn das Gehirn vergisst, erinnert sich die Seele dann weiterhin? Ein Oxymoron, meiner Meinung nach!

  4. Was geschieht bei Gehirnschädigungen? Was passiert, wenn das Gehirn eine schwere Verletzung erleidet, ins Koma fällt oder das Gedächtnis verliert? Hört dann die Seele auf zu funktionieren oder bleibt sie bis zum Tod unseres Körpers bestehen? Wenn die Seele immateriell ist, sollte sie durch einen physischen Schlag nicht verletzt werden können.

  5. Wie wirken Substanzen? Wir wissen, dass Alkohol, Drogen und toxische Substanzen die Funktion des Gehirns beeinträchtigen. Wie aber wirkt sich eine körperliche Funktionsstörung auf die geistige und seelische Funktion aus, die doch als immateriell gilt?

  6. Warum „Psychopharmaka“? Warum nennen wir Medikamente, die auf das Gehirn wirken, Psychopharmaka und nicht z. B. Enzephalopharmaka oder Medikamente gegen funktionelle Störungen des Gehirns? Wenn die Seele immateriell ist und keine Substanz besitzt – wie können Medikamente dann auf sie wirken? Logischerweise müssten sie wirkungslos sein! (Wenn Psychologie das Studium des Verhaltens bedeutet: Wer bestimmt dieses Verhalten? Meiner Ansicht nach ist die Psychologie eine Wissenschaft ohne Seele, da sie auf experimenteller Beobachtung beruht. Dasselbe gilt für Psychiatrie und Psychotherapie. Vielleicht sollten wir sie unter dem Begriff „Emotionale Neurowissenschaften“ neu einordnen.)

  7. Kryonik: Ihr habt sicher schon vom Einfrieren nach dem Tod gehört – in der Hoffnung auf eine spätere Heilung. Aber unter uns: Ich glaube kaum, dass es jemals gelingen wird, einen Verstorbenen wieder ins Leben zurückzuholen. 1977 wurde die erste Person eingefroren – es war die Mutter von Robert Ettinger (1918–2011), dem Gründer des Cryonics Institute in Michigan. Was passiert in diesem Fall mit der Seele? Wird sie mit eingefroren?

  8. Gehirnwäsche: Wird die Seele beeinflusst, wenn bei einem Menschen eine Gehirnwäsche durchgeführt wird?

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Erinnerungen, Liebe, Freundlichkeit, Güte, Aggression, Depression, Geduld, abstraktes Denken, Urteilsvermögen und Instinkte biochemische Ursachen haben. Degenerative Erkrankungen des Gehirns, Tumore, Verletzungen und chirurgische Eingriffe können dramatische Veränderungen des Charakters hervorrufen, die Persönlichkeit verändern und plötzliche Umschwünge in Emotionen, Stimmungen und Verhalten auslösen.

In den 1930er-Jahren wurden psychochirurgische Eingriffe wie die Lobotomie häufig durchgeführt. Heute haben sich hochentwickelte Techniken wie stereotaktische Leukotomien etabliert, die die gezielte Ausschaltung winziger Hirnareale ermöglichen. 

Zur Information: Das limbische System steuert Emotionen, Verhalten und Zielverfolgung; es spielt eine zentrale Rolle für Gedächtnis, Lernen und die innere Homöostase. Über den Hypothalamus beeinflusst es das menschliche Verhalten maßgeblich.

Wenn die Seele immateriell ist, wie kann sie durch solche Eingriffe verändert werden? Heutzutage verlagert sich das Interesse von der destruktiven Psychochirurgie hin zur Tiefen Hirnstimulation (DBS – deep brain stimulation), bei der Hirnareale über implantierte Elektroden stimuliert werden. All dies weist darauf hin, dass physische Strukturen und Biochemie große Teile unseres Verhaltens und Erlebens steuern. Es scheint, dass die Seele – falls vorhanden – nicht direkt in die Steuerung des physischen Körpers eingreift, sondern eher eine reine Beobachterin unserer Erfahrungen ist.


Kann man die Seele fotografieren?

Wenn man über die Seele schreibt, kommt man an Konstantin Korotkov kaum vorbei – Professor für Informatik und Biophysik in St. Petersburg. Er behauptete, mit einer bioelektrophotografischen Kamera den Austritt der Seele aus dem Körper eines sterbenden Mannes festgehalten zu haben.

Dafür nutzte er die GDV-Technik (Gas Discharge Visualization), eine Weiterentwicklung der Kirlian-Fotografie (Semyon Kirlian, 1898–1978). Laut Korotkov verlässt im Moment des Todes eine Energie den Körper – beginnend über Bauchnabel und Kopf, endend über Herz und Leistengegend, bevor sie in das Unendliche eingeht.

Bildquelle: Wikipedia Commons /CC BY-SA
Zu meinem Bedauern muss ich anmerken: So sehr ich im Internet gesucht habe, konnte ich kein authentisches Foto finden, das nachweislich den Austritt der Seele zeigt, sondern lediglich ein Interview. Auch der genaue Zeitpunkt der Aufnahme ist wissenschaftlich nicht dokumentiert. Falls jemand von euch fündig wird, lasst es mich bitte wissen!

Viele Menschen glauben, dass sich im Moment des Todes der Astralkörper (die Seele) vom physischen Körper trennt und mit all seinen Erfahrungen in die astrale Ebene übergeht.


Die Seele als energetischer Abdruck?

Existenz bedeutet Bewusstsein – ein Energiefeld von Informationen, das für unser gegenwärtiges Leben von entscheidender Bedeutung ist. Diese Energie kann nicht einfach verschwinden. Nach dem Tod fließt sie zurück in das unbegrenzte Feld der ursprünglichen Urenergie. Die Energie des vergangenen Lebens bleibt in unserer Seele eingebettet, in unserem Astralkörper, der als reines Bewusstsein existiert.

Wenn die Seele jedoch reine Energie ist, die in ein unendliches Netz einfließt, hört sie auf, ein eigenständiges Subjekt zu sein. Als Nicht-Subjekt kann sie sich nicht an individuelle Erlebnisse erinnern. Erinnerung setzt ein eigenständiges Ich voraus – während Energie zwar existiert, sich selbst jedoch nicht erinnert.

Ich schließe mit Erwin Schrödinger (1887–1961), dem österreichischen Physik-Nobelpreisträger und Mitbegründer der Quantenmechanik. Sein berühmtes Gedankenexperiment – „Schrödingers Katze“ – verdeutlicht das Phänomen der quantenmechanischen Überlagerung (Superposition):

In eine verschlossene Stahlkiste legen wir eine Katze, einen Geigerzähler, ein Fläschchen Gift, einen Hammer und eine radioaktive Substanz. Zerfällt die Substanz, löst der Geigerzähler den Hammer aus, das Gift tritt aus und tötet die Katze. Wann das passiert, wissen wir nicht. Bis wir die Kiste öffnen, befindet sich die Katze theoretisch in einem überlagerten Zustand: Sie ist gleichzeitig tot und lebendig.

Dieser Gedankengang verdeutlicht, wie wissenschaftliche Modelle funktionieren. Niemand weiß mit absoluter Sicherheit, ob eine Theorie die finale Wahrheit abbildet, bis sie eindeutig beobachtet und bewiesen werden kann.


Fazit

Das Thema ist gewaltig und die menschliche Seele ein Abgrund. Mit diesem Text habe ich versucht, einige meiner persönlichen Fragen zu ordnen. Ich hoffe, eure eigenen Gedanken und Überzeugungen damit nicht gestört zu haben. Auch wenn es wohl niemals endgültige Beweise geben wird, wird die „Seele“ nicht aufhören, uns zu faszinieren, zu inspirieren, die Fantasie anzuregen, besungen zu werden, zu bezaubern – aber auch zu enttäuschen und zu betrüben.

Was denkt ihr darüber? Ich würde mich sehr freuen, eure Ansichten zu erfahren.

P.S.: Ich habe bewusst darauf verzichtet, spezifische Religionen einzubeziehen, um niemanden in seinen individuellen Glaubensüberzeugungen zu verletzen. Die Seele gehört schließlich uns allen.

Ioannis Arvanitakis


REFERENZEN

www.levity.com/alchemy/quantum.html
www.newscientist.com
http://www.iflscience.com/physics/schr%C3%B6dinger%E2%80%99s-cat-explained/
http://www.humantruth.info/quantum_soul.html
Soul Theory and Skepticism: Science Versus Spirituality
http://www.humantruth.info/souls.html
http://www.allesistenergie.net/das-erwachen-der-macht-die-wiederentdeckung-magischer-faehigkeiten/
https://creativephotoconnect.com/kirlian-photography/
https://www.metabunk.org/debunked-soul-leaving-body-photo-russian-scientist-konstantin-korotkov.t2447/